Heute war zumindest für mich ein entspannter Tag.
Nach einer wunderbar durchschlafenen stillen Nacht gings um 9 Uhr zum Frühstück. Nur um an der Rezeption verarscht zu werden. Es gibt dort so ein Essensmarken System. Pro Frühstück pro Person 1 Marke. Wir hatten 2. Brauchten aber 4. Also nachfragen. „Excuse me Sir. I got a question.“ „Oh my gosh, and you want to have an answer? Really?“ Ok. Er hatte mich. Ich war aus dem Konzept… stammelte aber immerhin noch herum was unser Problem ist. Seine Reaktion. „Oh how sad… now you have to be hungry… you fall down a trail and urgh… oh we wont risk that just pass n have a nice day!“ Gut. Verarscht aber satt machten wir uns auf den Weg. 7 Std. Auto fahren. Wenigstens gab es viel zu sehen. Überall redwoods und Berge und Wälder.
Wir haben natürlich hin und wieder einen Stop eingelegt um kleine Flüsschen zu fotografieren. Bilder vom Mustang zu machen oder uns gegen das Verlangen zu wehren mit 5 Hunden in ein Flussbecken zu springen.
Dann haben wir noch einen kleinen Umweg von etwa 40 Meilen gemacht um uns die Roaring Falls anzusehen.
Ok. Wir kamen an. Der Roaring River war nur mehr ein Rinnsal. Trotzdem auf. Schon von weitem konnten wir hören, dass die Falls kein Rinnsal waren. Es donnerte und sprudelte. Ein Traumwasserfall. Er plätscherte in ein Bassin und dort tummelten sich doch tatsächlich ein paar Jungs mit Angel und Badeshorts. Ich war neidisch. Die haben es richtig gemacht! Zumal die Temperatur Richtung 100 Grad wanderte. Wir haben sogar unser Dach zu- und die Klimaanlage angemacht. Es wurde so schlimm das ich mich sogar geweigert hab auszusteigen und Fotos zu machen. Rene musste also fahren und knipsen das alte Allroundtalent.
Naja. Fast. Im klettern ist er schon besser gewesen. So hingen wir an den Roaring Falls 15 Minuten fest weil Rene nicht von einem 2 Meter Stein herunterkam.
Zwischedurch wurde es gruselig. Wir kamen an den schönen und großen Hume-Lake… bis auf zwei Angler war er völlig verlassen. In der schönsten Sonne. Der Bootsverleih: zu! Das Restaurant: zu! Menschen: Fehlanzeige. Man erwartete quasi das einsame Quietschen einer verlassenen rostigen Schaukel obwohl kein Wind weht.
Also hinfort (obwohl wir bei der Abfahrt doch ein paar Menschlein gesehen haben. Aaaaber vllt waren das ja auch blutrünstige Zombies!).
Tja sonst ist nicht mehr viel passiert. Bei angenehmen 40 Grad Celsius (Achtung diese Angabe muss nicht der Wahrheit entsprechen) kamen wir an unserem Hotel an. Wobei… naja es gibt hier 3 Hütten. Eine für uns und zwei für jeweils zwei andere Touristen. Das Hotel ist toll. Zwar nah am Highway aber sobald wir auf die Terrasse treten werden wir von zirpenden Grillen und leuchtenden Sternen empfangen. Total super!
Das Innere ist noch besser. Alles ist sagen wir „bärig“: Bären Vorhänge, Bettbezüge, Lampen, Duschvorhänge, Ölbilder und Tischintarsien. Trotzdem. Das schönste Hotel bisher.
Morgen heißt es dann hinein in den Yosemite. Und wenn es morgen im Park wieder so heiß ist wie heute geh ich mir auch nen Wasserfall zum baden suchen! Und da fang ich mir stilecht Lachse und Forellen mit den Zähnen. Immerhin schlaf ich unter Bären!
Groaaar böööh Booooer (bärisch für „hier bitte passenden Abschiedssatz einfügen)
Euer
BØRENBRØDER



Oh ja. Bärig… geradezu ursulinisch… 🙂
Dann lasst euch morgen mal nicht fressen. Verbrüdern ist da schon ein guter Gedanke, auch wenn ich bezweifle, dass sie das deutsche bärisch verstehen. 😉