Venedig – Tag 1 – wie alles begann – oder der Tag an dem dieErde sich weiter drehte!

Sehr geehrte Dame und Herren,

ich begrüße Sie zu einer neuen Ausgabe des Blogs. Diesmal gehts nicht um Dollaris, sondern um Eurinos – noch –

Ich habe Misshandlungen sondergleichen durch einen Wecker zu der Unzeit von 1.30 Uhr erfahren müssen. Skandal. Ich werde mich beschweren. Bei der Liga für ausgeschlafene Unausgeschlafene.

Der Wecker ging. Der Chris stand auf… blickte in den Spiegel und erschrak. Der Schlafmangel hatte Tribut gefordert. Ein fremdes bepandaaugigtes Wesen starrte mich aus den Untiefen des Spiegels an. Nun ja. Da war ich wach. Schnell geduscht und gepackt, zwei mal gechecked ob alles da ist und ab geht die wilde Fahrt.

Wir kamen wunderbar voran, die Stimmung war toll. Wir bemerkten nicht einmal, wie sich hinter uns drohend und unheilverkündend die Wolken zusammenzogen und die Katastrophe vorankündigten… 2 Stunden!!! nachdem wir los gefahren waren, fragte der liebe Rene nämlich fogendes:

Du….haben wir Mr. Jingles dabei?

Natürlich gab es auf eine dermaßen blöde Frage nur eine Antwort: Natürlich!…. nicht 🙁

Katastrophe… Mr Jingles hatte sich volllaufen lassen und die Nacht mit dem künstlichen Tannenzweig auf meinem Schreibtisch verbracht…. wir haben ihn schlicht vergessen… schändlich stehen lassen. Uns in Scham und Schande ohne ihn aus dem Staub gemacht!

Nun gut. Umdrehen war keine Option. Was macht man da? Richtig man macht Frank Sinatra an und veranstaltet ein schnelles etwa 5-stündiges Brainstorming bis man in Österreich ist.

Wir haben ein wenig herumtelefoniert, da wir ja nun überall einen festen Platz für einen kleinen grünen Schwerenöter mit einem Drogenproblem gebucht hatten.

Leute, wir sind fündig geworden. Hier in Venezia stand ein Junkie tanzend an der Straßenecke und hat beschlossen sich uns anzuschließen. Exakt so, wie wir es befürch….erwartet hatten. Morgen werdet ihr ihn kennenlernen. Er schmrotzt sich einfach in Mr. Jingles Instagram. Aber das ist in Ordnung.

Nun zu den Wichtigen Themen. Es ist ja heute nicht so viel passiert. Aber ich bin zum ersten Mal über den Brenner gefahren. Holla die Waldkatze mit Sellerieohren! Was für eine wundertolle Strecke schon der Weg zu den Alpen hin ist ein Augenschmaus. Und wir sind in die aufgehende Sonne gefahren. H Ä ehrlich! Mega. die beeindruckend zerklüfteten Felsen die atemberaubenden felsigen Klüfte und nicht zu vergessen die bergigen Berge. Die Gegend könnte glatt aus einem Roman mit Hobbitzen und Zwergen und so stammen. In der nicht woken Version. Weil sich Zwerge:Innen einfach doof liest. Sorry aber in anbetracht der Tatsache, auf wen wir hier in Venezia gestoßen sind, ist wohl eine Warnung fällig:

Es wird nicht gegendert. Die Ausdrücke werden ab und an mit „derb“ zu beschreiben sein und alles in allem sollte dieser Blog von geistig gesunden Menschen entweder nicht gelesen, oder aber zumindest nicht für voll genommen werden!

Wo waren wir? Ah auf dem Brenner. Ja atemberaubend… die ersten paar Stunden. Dann könnte man sagen…Ich mochte seine alten Sachen… bei den neuen fehlt mir etwas die Originalität. Dunkle Tannen…grüne Wiesen im Sonnenschein… und so etwas. Es war geradezu zum Kotzen Idyllisch. Was jetzt schlimm klingt aber wars nicht. Egal wo und wann man aus dem Fenster blickte, jeder Anblick hätte das Titelbild der neuen Österreichischen Tourismuswerbebroschüre sein können!

Irgendwann kammen wir dann zu einer Mautstelle und ohne es zu bemerken, waren wir wie von Zauberhand in Italinien gelandet. Das Umfeld änderte sich, die Berge wurden weniger grün, etwas schroffer, aber das Gefühl der Ehrfurcht blieb, wenn man wieder mal von einem klitzekleinen heimatfilmtauglichen Dörfchen den Blick auf das alles überragende Massiv dahinter wandern ließ.

Grandios. Jedem, ders noch nicht gemacht hat empfehle ich diese Route und ein wenig Zeit und Geduld. Es lohnt sich. Ratzfatz waren wir in Venezianien angekommen. Mussten von der Straße runter und die Maut zahlen.

Das funktionierte nicht ganz so gut. Böse Zungen würden VIELLEICHT! behaupten gar nicht. Ich möchte lieber das Wort „semioptimal“ nutzen. Der Automat erkannte unser Ticket nicht. Egal in welche Richtung und welche Seite. Hier zunächst ein Lob an die etwa 170 hinter uns wartenden Autos: DANKE fürs weder Hupen noch Drängeln!

Naja zum Glück gibt es ja den Hilfe-Knopf. Als die freundliche Dame uns daraufhin mit breitestem Akzent ansprach, fiel uns auf dass es kein Computer war der uns schon die ganze Zeit versucht hat Tipps zu geben. Das war fast gar nicht peinlich, weil wir die Computerstimme ja nicht schon etwa 5 Minuten vollkommen ignoriert hatten.

Nun standen wir da. Die Dame versuchte uns zu helfen, Rene war vielleicht ein KLEIN WENIG gestresst…. auf die Frage der Dame „where did you enter the Autostrada? Brenner? Brennaro? Antwortete er voll Überzeugung und sehr LAUT und DEUTLICH: „Excuse me? Do you speak english?“ Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie verzweifelt die Dame war. Jetzt hab ich natürlich gut lachen. Ich war ja nicht der gestresste Fahrer. Aber ich kann euch sagen…genau das habe ich getan. Lange und laut gelacht. Schadenfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Da waren wir nun. Unser bewachter Parkplatz auf den Venedischen Festland unsere Fähre un dann unser lustiger Wasserbus zu Ziel: Die Glasbläserinsel Murano. Schön hier. Wir kamen an, als die Tagestouristen schon abgezogen sind und schlenderten auf dem Weg zum Supermarkt erstmal durch menschenleere Gassen und bis auf ein paar sehr alte Menschen (die vielleicht oder auch nicht, schon verstorben waren und machten, was sie eben immer getan hatten: auf dem Platz sitzen und tratschen) ausgestorbene Plätze.

Unsere Hütte ist sehr angenehm gelegen. Direkt in der Nähe einer tollen Pizzeria und mit Blick auf die Skyline von Venedianien. Hier lässt sich das soweit aushalten.

Aber jetzt ist Schluss für heute. Wir sind echt müde.

Erinnert mich bitte morgen daran, dass ich euch die Geschichte vom singenden Penis erzähle. Ich habe Rene versprochen, dass ich das tun werde.

Das wars. Klappe zu Affe kopuliert (sowas tun die! Schweineaffen!)

Es grüßt euch der diesenuraubnochohnespitznamige Christoph

Bis morgen wenns wieder heißt:

VORHANG AUF FÜR DIE MINI…… PLAYBACK….. SHOW ihr Wonneproppen

2 Gedanken zu “Venedig – Tag 1 – wie alles begann – oder der Tag an dem dieErde sich weiter drehte!

  1. Ich habe es bildlich vor Augen, eure Mautstation, und Tränen gelacht.
    Die Bilder der Berge waren tatsächlich traumhaft, fehlte nur der Alm-Öhi…
    Viel Spaß in Venedig! Fallt nicht ins Wasser! 😉

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