Halli Hallo Hallöchn,
wir melden uns nach längerer Pause zurück. Schuld war….die Sonne, der Wein…. all sowas.
So da wir gestern schon wussten, dass die heutige Kajaktour nix wird aufgrund Gewitters, sind wir auf Jˋs Tipp hin zum Kap Kamenyac gefahren.. der südlichste Zipfel Istriens.. Schön war es. Leider sehr heiß und drückend, aber für umgerechnet 10 Euronis kann man auf abenteuerlichen Schotterpisten mit atemberaubenden Geschwindigkeiten zwischen 10 und 20 Km/h durch das Naturschutzgebiet zum Strand fahren. Die Orientierung ist per Schild nicht so leicht und längst nicht alle Straßen per handelsüblichem Straßenfahrzeug befahrbar. Aber gute Navis und Google haben die Strecken drin und man findet sich zurecht.
Da waren wir…. im schön angenehm klimatisierten Autochen und mussten diesen fiesen Berg hoch um zu schauen wo denn das Meer ist. Half nix, also hoch da. Und hat sich das gelohnt. Vor uns tat sich ein reines Blau auf, der Himmel und das Meer strahlten um die Wette. Da mussten wir hin.
Gesagt getan. Wir gingen den Berg auf der anderen Seite runter, und fanden… keinen Weg. Ein wenig verdattert waren wir, als wir unverrichteter Dinge umdrehten. Da hier aber so viele Autos standen, musste ja irgendwo ein Weg sein. Nachdem wir ein paar Fahrradfahrer vorbeiließen (da fuhren Menschen…mit Fahrrädern…. keine E-Bikes…bergauf…Schotterpisten..bei etwa 33 Grad Celsius Gewitterluft….die sind doch nicht normal!), befand El Taco es für wichtig, uns mitzuteilen, dass er Alkohol rieche. Er irre sich nie und wir sollen ihm doch bitte einfach folgen. Sprachs und verschwand in einer Art… Küstenmaisbambuswald. Wir hinterher… und oh Wunder… es gab Gänge. die führten zu gemütlichen kleinen Bambusmaislogen mit Bänken oder zu einem Spielplatz mit einer Rollenrutsche…und…. zu einer Bar. Guter alter El Taco. Unfassbar. Aber trinken war nicht drin, wir waren ja mit dem Auto unterwegs.
Aber hinter diesem Wald war der Weg zum Meer. Ein typisch Kroatischer Kein-Sand-Strand. Alles Feldsen Richtung Wasser. das war zum Baden eh gerade etws wild, aber es war toll. Die Brandung, die Gischt. Schön.
An dieser Stelle zu etwas tragischem:
Mit großer Trauer muss ich vermelden, dass am Strand ein fieser wind mir meinen Heißgeliebten Strohhut Uwe genommen hat. Er wurde mir entrissen und im Meer an Felsen zerschmettert. Machs gut Uwe. Zum Glück habe ich noch nen Hut mit.
Danach verließen wir diesen schönen, aber nunmehr tragikbehafteten Ort.
Wir fuhren nach unten zu dem Strand an dem unsere abgesagte Kajaktour starten sollte. Schön wars! wir haben uns spontan Zeit genommen um etwas zu schwimmen, mussten aber schnell wieder los, weil um 18 Uhr eine Sonnenuntergangs Delphintour anstand.
Fix nach Hause, umziehen, Wein einpacken und ab auf die Vagabond. Ein Crewmitglied kam zu uns, fing an zu erklären, wie alles ablaufe, stutzte und meinte auf deutsch…wart ihr nicht gestern schon hier?
„Jupp“
„Aber warum?“
„naja gestern war die Panoramatour, heute Delphine. Außerdem fahren wir gerne Boot“
Er grinste und wünschte uns viel Spaß.
Zu der Bootsfahrt selbst… naja wir hatten 2 Flaschen Wein dabei, es gab keine Delphine (wenn es sie gegeben hätte, hätten wir sie wohl nicht mehr so ganz wahrgenommen). und Nico (das Crewmitglied von vorhin) bot uns als Bootfans an morgen die Tour einfach nochmal umsonst mitzumachen. Nett!
Auf dem Schiff haben wir uns noch mit 2 englischen Touristinnen verabredet um etwas zu trinken. Wir hatten natürlich immensen Vorsprung und die beiden konnten auch nicht so viel, da ihr Flug am nächsten Tag ging. Also saßen wir in unserem lieblingsbistrocafe… caffebar nennt man das hier, bis wir um 1 hinausgekehrt wurden. unsere Wege trennten sich dann und wir konnten langsam Richtung Bett. das Hatten wir nötig!
Ein letzter Reisetipp: wenn ihr eine All In Bootsfahrt mitmacht…. nehmt eigenen Wein mit!
Das wars dann auch schon wieder. Mit 2 Tagen Verspätung. Die Zeit fliegt aber auch nur so.
In diesem Sinne
Stvarno moram piškiti!



